Gemeinde Alfter
Am Rathaus 7
53347 Alfter

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Hochwasserschutz

 

Hochwasser ist als Teil des Wasserkreislaufs ein Naturereignis. An großen Flüssen sind langanhaltende Niederschläge, teilweise in Kombination mit Schneeschmelze, für die Hochwasser verantwortlich. An kleinen Flüssen und Bächen entstehen Hochwasser und Überflutung durch örtliche Gewitter oder sintflutartige Starkregen. Auch besondere Bodensituationen können dazu führen, dass bei Starkregenereignissen das Regenwasser nicht mehr versickert, sondern sich als Sturzbach auf umliegende Wege und Straßen ergießt und weder von Gräben noch von der Kanalisation aufgenommen werden kann. Vieles deutet darauf hin, dass auf Grund der Klimaänderung zunehmend häufiger solch extreme Wettersituationen auftreten werden, die räumlich begrenzt zu Hochwasser und Überschwemmungen führen.

 

Hier stehen die Kommunen und Städte vor großen Herausforderungen:

 

→   „Die Umsetzung der EU - Wasserrahmen - Richtlinie  und der EU - Hochwasserrisikomanagement - Richtlinie in der Gemeinde Alfter“.

 

Auch in Alfter mussten in den letzten Jahren viele Bürgerinnen und Bürger mit Überschwemmungen in Folge außergewöhnlicher Regenereignisse leidvolle Erfahrungen machen.

 

Maßnahmen sollen helfen Gefahrensituation zu entschärfen:

 

  • So wurde  z. B. in 2013/2014 ein rd. 800 m langer, offener Entlastungsgraben gebaut, der bei unwetterartigem Regen den Oberflächenabfluss aus den Hanglagen abfangen und das Überflutungsrisiko für die tiefer gelegene Ortsbebauung deutlich verringern soll. 
  • Mit der Sanierung und dem Ausbau der Speicherkapazität des unterirdischen Regenrückhaltebeckens Stühleshof von 4.700 auf insgesamt 11.500 Kubikmeter, wurde ebenfalls ein wichtiger Schritt in Richtung Hochwasserschutz für sensible Ortskernbereiche getan.
  • Verstärkter Einsatz im Bereich der Gewässerunterhaltung und -überwachung zeigen genauso Wirkung wie die intensive Reinigung der Straßeneinläufe.

 

Damit nicht genug:

 

Auf der Grundlage des vom Ingenieurbüros Osterhammel erarbeiteten „Konzeptes zur Minimierung der Überschwemmungsgefahr für die Ortslage Alfter“ wird die weitergehende Überflutungsvorsorge als kommunale Gemeinschaftsaufgabe angegangen. Beteiligte Akteure werden die Ergebnisse der Studie nicht nur unter wasserwirtschaftlichen sondern auch unter ökonomischen und zeitlichen Aspekten hinsichtlich ihrer Wirkungsweise und Umsetzbarkeit bewerten und eine geeignete Handlungsstrategie entwickeln.

 

Dennoch bleibt trotz aller Anstrengungen, die getroffen werden können oder schon getroffen worden sind, die Erkenntnis:

 

Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz vor den Folgen von Starkregen.

 

Obwohl die Gemeinde Alfter ihre Fürsorgepflicht gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern sehr ernst nimmt, kann sie keinen vollständigen Schutz gewährleisten. Extremwetterlagen werden auch künftig selbst bei optimaler Ausstattung nicht von der gemeindlichen Infrastruktur beherrschbar sein. Daher ist es umso wichtiger, dass auch Sie als Haus- und Grundstückeigentümer oder Mieter Ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Überschwemmungsvorsorge und Schadensbegrenzung leisten.

 

Hilfestellung bietet hierzu  ein aktueller Ratgeber der Gemeindewerke Alfter – damit Sie vorbereitet sind, wenn es heißt : „Das Wasser kommt!“

 

Hochwassergefahren- und -risikokarten  online

 

Die Europäische Gemeinschaft hat im Jahr 2007 die Hochwasserrisikomanagement Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.10.2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (EG-HWRM-RL) verabschiedet. Diese Richtlinie zielt auf die Verdeutlichung der Hochwasserrisiken und eine Verbesserung der Hochwasservorsorge und des Risikomanagements ab und wurde mit der Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) von 2009 in bundesdeutsches Recht umgesetzt. In NRW sind die oberen Wasserbehörden für die Bearbeitung zuständig, welche in folgende Arbeitsschritte unterteilt ist.

 

  1. vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos und Erstellen einer Gewässerliste bis Ende 2011

  2. Erstellen der Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten bis Ende 2013

  3. Erstellen der Hochwasserrisikomanagement-Pläne bis Ende 2015

  4. Überprüfung / evtl. Aktualisierung alle 6 Jahre

 

Bis Ende 2011 wurden in  Nordrhein-Westfalen  alle Gewässer mit potenziellem signifikantem Hochwasserrisiko bewertet. Im Ergebnis sind im Regierungsbezirk Köln 116 Gewässer mit insgesamt 1.500 km Länge als Risikogewässer ermittelt worden.

 

Für das Gemeindegebiet Alfter wurden sowohl der Alfterer-Bornheimer Bach als auch der Hardtbach von der Bezirksregierung Köln als obere Wasserbehörde in die Liste der Gewässer mit erhöhtem Hochwasserrisiko aufgenommen.

 

Von der Bezirksregierung Köln wurden daraufhin sogenannte Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten am Hardtbach für Szenarien unterschiedlicher Wiederkehrhäufigkeit erstellt.

 

Im Anschluss daran wurde auf der Grundlage des ermittelten 100-jährigen Hochwasserszenarios (HQ100) das Verwaltungsverfahren zur erstmaligen Festsetzung des Überschwemmungsgebietes (ÜSG) am Hardtbach gemäß § 76 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durchgeführt.

 

Sie möchten wissen, ob sich Ihr Grundstück in einem Hochwasserrisikoabschnitt befindet? Die  von der Bezirksregierung Köln erstellten Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten liefern hierauf schnelle Antworten.

 

Unter folgenden Links gelangen Sie zu den rechtlich festgesetzten Überschwemmungsgebieten

 

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung05/54/hochwasserschutz/ueberschwemmungsgebiete/rheingraben/index.html

 

und den  Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten beider Gewässer

  

http://www.flussgebiete.nrw.de/index.php/HWRMRL/Gebietsansicht/TEZG_Rheingraben-Nord

 

Welche Informationen geben die Hochwasserkarten?

 

Die Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten geben konkrete Auskunft über Hochwassergefahren und Risiken für Hochwässer, die


- sehr häufig (hohe Wahrscheinlichkeit, alle 10 oder 20 Jahre),
- mit mittlerer Wahrscheinlichkeit (statistisch alle 100 Jahre) und
- eher selten (geringe Wahrscheinlichkeit, Extremereignis) auftreten.


Mit den Hochwassergefahrenkarten stehen Informationen über die mögliche Ausdehnung und Tiefe einer Überflutung zur Verfügung. Die Karten liefern fundierte Hinweise für die Bauleitplanung, für Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz sowie für Bürgerinnen und Bürger, die für ihr Eigentum Schutzmaßnahmen planen. Sie bilden den Ist-Zustand im Zeitpunkt der Veröffentlichung ab.


Die Hochwasserrisikokarten bauen auf den Gefahrenkarten auf und zeigen zusätzlich die durch Hochwasser bedrohten Nutzungen. Sie enthalten als Information, welche Schutzgüter – menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturgüter und wirtschaftliche Tätigkeiten – in den Gebieten jeweils bei einem Hochwasser geringer, mittlerer und hoher Wahrscheinlichkeit betroffen wären. Die Karten liefern fundierte Hinweise für die Bauleitplanung, für Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz sowie für Bürgerinnen und Bürger, die für ihr Eigentum Schutzmaßnahmen planen.

 

Weitere Links:

 

Die Umsetzung der EU - Wasserrahmen - Richtlinie  und der EU - Hochwasserrisikomanagement - Richtlinie in der Gemeinde Alfter-Autor: Gemeinde Alfter, Fachgebiet 3.2 – Natur und Landschaft

 

Ratgeber „Wenn das Wasser kommt“-Autor: Gemeindewerke Alfter

 

Infoblatt Alfterer-Bornheimer Bach-  Autor: Wasserverbandes Südliches Vorgebirge

 

 

Broschüre zu Starkregen - Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg haben gemeinsam mit dem Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz und der Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung (WBW GmbH) im Jahr 2013 eine Broschüre unter dem Titel „Starkregen – Was können Kommunen tun?“ herausgegeben. In der Broschüre werden u. a. Maßnahmen gegen Überflutung der öffentlichen Kanalisation und der Bauvorsorge aufgezeigt.

 

Bundes- und landesgesetzliche Regelungen:


Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz - WHG)

 

Bekanntmachung der Neufassung des Wassergesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeswassergesetz - LWG -)

 

Zuständigkeitsverordnung Umweltschutz (ZustVU)

 

Richtlinie des europäischen Parlaments und Rates über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie - EG-HWRM-RL)

 

 

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